Brand im Klinikum Cracau: Rund 70 Patientinnen und Patienten erfolgreich evakuiert

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Drei Personen medizinisch versorgt – Patientenversorgung sichergestellt 

Am Montagmorgen kam es in einem Patientenzimmer der gastroenterologischen Station im Bettenhaus B des Klinikums Cracau zu einem Brand. Die erste Meldung über das Brandereignis ging gegen 8:40 Uhr ein. Bereits rund zehn Minuten später war das Bettenhaus vollständig evakuiert.

Insgesamt wurden rund 70 Patientinnen und Patienten vorsorglich aus dem Gebäude gebracht. Während der Evakuierung wurden sie zunächst in der Kirche und im Handwerkersaal auf dem Gelände der Pfeifferschen Stiftungen untergebracht und dort weiter betreut. Eine Verlegung in andere Krankenhäuser war nicht erforderlich.

Kurz nach 9:00 Uhr war der Brand gelöscht. Anschließend begann schrittweise die Rückführung der Patientinnen und Patienten in die wieder nutzbaren Bereiche des Bettenhauses. Patientinnen und Patienten aus den derzeit nicht nutzbaren Bereichen werden innerhalb des Klinikums auf andere Stationen und Zimmer verteilt. Die Patientenversorgung ist mit den vorhandenen Kapazitäten sichergestellt.

Die Patientin, in deren Zimmer der Brand ausgebrochen war, erlitt eine Rauchgasvergiftung. Sie wurde zunächst – ebenso wie zwei weitere leicht verletzte Personen – in der Notaufnahme des Klinikums Cracau medizinisch versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung auf die Intensivstation des Klinikums Cracau aufgenommen. Ihr Zustand ist stabil. 

„Die schnelle und besonnene Reaktion unserer Mitarbeitenden hat entscheidend dazu beigetragen, dass rund 70 Patientinnen und Patienten innerhalb kürzester Zeit sicher evakuiert und durchgehend versorgt werden konnten. Dafür möchte ich allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Einsatzkräften ausdrücklich danken“, sagt Thomas Schröder, Geschäftsführer des Klinikums Cracau.

Die medizinische Versorgung konnte auch während des Einsatzes aufrechterhalten werden. OP-Bereich, Intensivstation, Notaufnahme und die Funktionsbereiche sind weiterhin in Betrieb. Auch die für den Krankenhausbetrieb erforderlichen technischen Systeme, darunter die Aufzüge und die Sauerstoffversorgung, sind funktionsfähig.

Allerdings sind Teile des Bettenhauses B vorerst nicht nutzbar. Die unmittelbar vom Brand betroffene gastroenterologische Station wurde durch das Feuer erheblich beschädigt und muss bis auf Weiteres innerhalb des Hauses verlagert werden. Nach derzeitiger Einschätzung wird die Wiederherstellung dieses Bereichs mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Auch die darüberliegende Station 2B ist von den Folgen des Brandereignisses betroffen und kann derzeit noch nicht genutzt werden. Der Bereich wird technisch geprüft und soll schrittweise wieder freigegeben werden. Mit einer vollständigen Freigabe ist frühestens im Laufe des morgigen Tages zu rechnen.

Aufgrund der notwendigen Umverteilung von Patientinnen und Patienten sowie der vorübergehend eingeschränkten Bettenkapazitäten ist in den kommenden Tagen mit einem reduzierten Betrieb in einzelnen Bereichen zu rechnen. Die stationäre und akutmedizinische Versorgung bleibt jedoch sichergestellt.

Nach einer ersten Einschätzung ist durch den Brand und dessen Folgen ein Sachschaden in Millionenhöhe entstanden. Die genaue Schadenshöhe lässt sich derzeit noch nicht beziffern.

Die Ursache des Brandes ist weiterhin unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Parallel laufen die technischen Prüfungen und die Arbeiten zur schrittweisen Wiederinbetriebnahme der betroffenen Bereiche.