Ein Jahr Fast-Track-Endoprothetik: schneller wieder auf den Beinen

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Das Klinikum Cracau bei Pfeiffers der Universitätsmedizin Magdeburg zieht eine positive Bilanz nach einem Jahr Fast-Track-Endoprothetik. Das moderne Behandlungskonzept bei geplanten Hüft- und Kniegelenksoperationen unterstützt Patientinnen und Patienten dabei, schneller wieder selbstständig und mobil zu werden - ohne erkennbare Zunahme relevanter Komplikationen.

Seit einem Jahr behandelt die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Cracau bei Pfeiffers der Universitätsmedizin Magdeburg Patientinnen und Patienten in der geplanten Endoprothetik nach dem sogenannten Fast-Track-Konzept. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht die schnelle Entlassung um jeden Preis, sondern eine strukturierte Vorbereitung, schonende Operations- und Narkoseverfahren sowie eine frühzeitige Mobilisation nach dem Eingriff.

Das Konzept kommt insbesondere bei geplanten Hüft- und Kniegelenksoperationen zum Einsatz. Patientinnen und Patienten werden bereits vor der Operation gezielt vorbereitet. Dazu gehören unter anderem eine sogenannte Prähabilitation, eine frühzeitige physiotherapeutische Anleitung sowie optimierte Abläufe vor, während und nach der Operation. Auf belastende Maßnahmen wie Drainagen oder Blasendauerkatheter wird nach Möglichkeit verzichtet. Auch lange Nüchternheitsphasen vor der Operation gehören im Fast-Track-Konzept nicht mehr zum Standard.

Die Bilanz nach einem Jahr zeigt: Die durchschnittliche Verweildauer konnte deutlich reduziert werden. Beim Kniegelenkersatz sank sie im Vergleichszeitraum von durchschnittlich etwas über 8 auf weniger als 6 Tage, beim Hüftgelenkersatz von ca. 8 auf 6 Tage. Zugleich zeigte sich keine erkennbare Zunahme relevanter Komplikationen wie Luxationen, Lockerungen, Frakturen oder Infektionen. Auch die Patientenzufriedenheit entwickelte sich positiv.

"Entscheidend ist, dass die Patientinnen und Patienten früher selbstständig werden und sich gleichzeitig sicher und gut betreut fühlen", sagt Dr. Tobias Goldbach, Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Prof. Dr. med. Niels Follak, Chefarzt der Klinik, ergänzt: "Genau das zeigen die Ergebnisse des ersten Jahres."

Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die frühe Mobilisation. Bereits wenige Stunden nach der Operation werden Patientinnen und Patienten mit Unterstützung der Physiotherapie wieder aktiviert. Ziel ist es, Sicherheit im Alltag zurückzugewinnen und die Rückkehr in das gewohnte Umfeld gut vorbereitet zu ermöglichen.

Perspektivisch soll die Endoprothetik am Klinikum Cracau weiterentwickelt werden. Ein nächster Schritt ist die stärkere Einbindung robotergestützter Assistenzsysteme bei Knieprothesen. Dadurch sollen Operationen künftig noch präziser und individueller geplant und durchgeführt werden.

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